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Historische Stadtführung
Seite 2
Der Historische Stadtrundweg

1998 wurde ein "Historischer Stadtrundweg" als Ergänzung zu den "Historischen Stadtführungen" entwickelt:

1.  Kanonikatshaus 1795

Historischer Stadtrundweg
Historischer Stadtrundweg
Ehemaliger Wohnsitz der zum Chorherrenstift St. Margarethen gehörenden Mitglieder des Stiftskapitels (Kanoniker). Erbaut 1795.

Nach der Säkularisierung Forstamt, ab 1834 Wohnhaus des ersten Waldkircher Drehorgelbauers lgnaz  Blasius Bruder. 

2. Kanonikatshaus 1771

An der Stelle des früheren Meierhofes errichtete das Chorherrenstift von St. Margarethen 1771 dieses Haus für die Kapitelmitglieder (Kanoniker). Später beherbergte dieses Gebäude das Staatliche Forstamt. Die Sandsteinpfeiler des Gewölbekellers stammen aus dem 15. Jahrhundert. 

3. Kaplaneihauser 1779

Für die Geistlichen und Helfer der an der Stiftskirche von St. Margarethen eingerichteten Kaplaneien wurden im Jahr 1779 diese Wohnhäuser gebaut, die auch heute noch Mitarbeitern der katholischen Pfarrgemeinde zur Verfügung stehen. 

4. Schlößlescheune 1614

Itel Jos von Reinach war 1614 der Bauherr der Schlößlescheune. Im Scheitel des Rundbogentores sind die Wappen der Familie von Reinach zu sehen, links: von Reinach, rechts: von Baden-Liel. Oberhalb dieser Scheune (Bündtenstraße 1) befand sich bis 1639 das ehemalige Wasserschloß Küchlinsburg, zu der dieses Gebäude gehörte. Die Küchlinsburg oder Reinach‘sches Schlößle, wohl vor 1122 erbaut, 1652 abgebrannt, war vor der Schwarzenburg Wohnsitz der Schirmvögte des Klosters St. Margarethen. Neben der Schlößlescheune steht ein kleiner Sandsteinhocker, der zum Besteigen der Pferde diente.

5. Kyffelburg 1771

Früher Wohnsitz von Dienstleuten der Schwarzenberger, die Schirmvögte des Klosters St. Margarethen waren. Um 1300 Wohnsitz der Vischerbach, die ebenfalls Dienstleute der Schwarzenberger waren. 1490 wurde die Kyffelburg vom Chorherrenstift gekauft und als Wohnsitz der Verwalter genutzt. Das heutige Haus wurde 1771 an der Stelle der Kyffelburg erbaut. 

6 Chorregentenhaus 1795

Erbaut wurde das Chorregentenhaus 1795 von Baumeister Anton Böhler für den Organisten und Chorleiter von St. Margarethen, der gleichzeitig Lehrer an der seit 1741 bestehenden stiftischen Musikschule war. Der davor stehende Brunnen (19. Jh.) ist einer von drei in Süddeutschland noch erhaltenen Brunnen dieser Art. 

7 Stiftsscheuer 1732/33

Die Scheune des Chorherrenstiftes St. Margarethen wurde in den Jahren 1732 und 1733 erbaut. Der Keller ist mit einem mächtigen Tonnengewölbe ausgestattet. Heute dient das Gebäude als ~Katholisches Pfarrheim“ für Veranstaltungen der Pfarrgemeinde St. Margaretha. 

8. Dekanei 1795

Der Waldkircher Baumeister Anton Böhler errichtete 1770 diesen Wohn- und Amtssitz für die Kapitelvorstände des Chorherrenstiftes. Innenräume z.T. mit reichem Rokokostuck. Das Gebäude ist heute Pfarramt der Katholischen Pfarrgemeinde St. Margaretha. 

9. Kirche St. Walburga 1178

Im früheren Klosterareal stand neben der alten aus dem 10. Jahrhundert stammenden St. Margarethen-Kirche auch die 1178 erstmals genannte Kirche St. Walburga als Pfarrkirche der Klostersiedlung, sie wurde 1732 abgetragen. 

10. Stiftskirche St. Margaretha 926

Anfang des 10. Jahrhunderts wurde hier ein Frauenkloster gegründet, das König Otto III. 994 zum Reichskloster erhob. 1431 wurde es in ein Chorherrenstift umgewandelt. Das erste Gotteshaus stammte aus dem 10. Jahrhundert. Die jetzige Kirche wurde 1732-1734 von dem Vorarlberger Baumeister Peter Thumb erbaut. Von ihm stammen u.a. auch die Kirchen in St. Peter (Schwarzwald), Birnau (Bodensee), St. Gallen (Schweiz). Heute ist das barocke Gotteshaus mit der kunstvollen Innenausstattung katholische Stadtkirche. 

11 Propstei des Chorherrenstiftes St.Margaretha 1753

Erbaut in den Jahren 1753-55 von dem Villinger Baumeister Ludwig Oswald. Das Haus, in dem die Pröpste als erste Würdenträger residierten, war dessen weltlicher Mittelpunkt solange das Stift bestand. Die Bekrönung des Gebäudes bildet die kunstvolle Sandsteinfigur der heiligen Margaretha, der Patronin des Stifts. Innenräume sind mit Stuckarbeiten verziert. Nach Verwendung als Lazarett, Baumwollweberei, Hotel (Kaiser Wilhelm 1. war 1880 hier zu Gast) und Schule, wird das Haus seit 1983 als Museum genutzt. 

12. Stiftisches Amtshaus 1772

An dieser Stelle stand ursprünglich das Pfarrhaus der alten Kirche St. Walburga. 1772/73 ließ das Chorherrenstift St. Margarethen durch den Waldkircher Baumeister Anton Böhler dieses Amtshaus errichten. Tonnengewölbter Keller. Später Notariatsgebäude. 

13. St.Nikolaus-Spital 1178

Das Reichskloster St. Margaretha errichtete im 12. Jahrhundert an der damaligen Landstraße ein Haus zur Aufnahme und Pflege von Kranken und Fremden (Gutleuthaus), das durch Stiftungen zu einer wohlhabenden sozialen Institution erwuchs und sich ab 1632 St. Nikolaus-Spital nannte. Eine Nikolauskapelle wird erstmals 1178 erwähnt. Südlich des Spitals befand sich die Spitalmühle (um 1330). Ab 1829 Krankenhaus, Neubau 1875/76, 1956 Altersheim, 1976 Neubau Seniorenheim, Erweiterung 1994-96. 

14. Gedenkstein 1451

~1451 verbran di (s)stat“ lautet die Gravur des Gedenksteines. Über diesen Stadtbrand sind keine Nachrichten erhalten. Der Stein gibt Hinweis darauf, daß es sich um eine größere Katastrophe gehandelt haben muß. 

15. Gasthauszur Krone 1553

Nachweisbar existiert dieses Gasthaus seit dem Jahre 1553. Es diente ehemals als Herberge der Großen Zunft. Kanonenkugeln weisen auf die Beschießung der Stadt im Jahre 1796 hin. Vor dem Gasthaus befand sich bis 1820 das Niedertor, eines der vier Tore der Stadtbefestigung um 1300.

 



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