Mit Spaß durch das Mittelalter
Die Kastelburg zu Waldkirch: Stattlich, selbst noch als Ruine, erhebt sich die Kastelburg rund 100 m über der Stadt.
Die Kastelburg zu Waldkirch: Stattlich, selbst noch als Ruine, erhebt sich die Kastelburg rund 100 m über der Stadt. Die Schwarzenberger erbauten sie um 1260 auf dem Kastelberg. An ihren Mauern und Bauten lassen sich so ziemlich alle im Burgenbau gültigen Regeln ablesen: angefangen am Pfeiler, der einst die Brücke trug, den in den Halsgraben vorgeschobenen Torbau, den Zwinger bis zum Danziger (einem Abortbau), der in unserer Gegend eigentlich nicht zu finden ist. Nicht mehr finden ist auch der Inhalt des ehemaligen Burgweinkellers, der bestimmt im Jahre 1634 in rauhe Soldatenkehlen geflossen sein dürfte.
Über das Leben der Menschen, die auf der Kastelburg hausten, läßt sich einiges sagen: Manche waren echte edle Ritter, andere echte Raubritter. Zu den ersteren zählte bestimmt der Freiburger Kaufmannssohn Martin Malterer. Der 1354 die Kastelburg samt Stadt erworben hatte und sein Schwiegersohn Berthold von Staufen. Leute mit Geld und Ansehen. Dazwischen saßen aber die Grafen von Sulz einige Jahrzehnte oben und vollführten Raubzüge. Bis zur Zerstörung der Burg am 14. März 1634 lebten Verwalter auf der Burg, die hielten Gerichtstage ab und legten Angeklagten in die Gefängnisse unter nd über der Folterkammer im ersten Turmobergeschoß.
Begleitbuch zum Kinderwanderweg: "Von edlen Rittern, wilden Männern und sanften Burgfräuleins“ Die wichtige Ausrüstung zum Kinderwanderweg ist natürlich die passende und spannende Anleitung von Veronika und Ursula Querfurth. Hier findet ihr nicht nur die Wanderkarte mit den 8 Stationen. Es gibt auch die Texte der Infotafeln dazu. Der Fragebogen mit den 10 kniffligen Fragen ist ebenso dabei. Über das Leben einer Burg findet ihr Ausführungen. Die Lebensläufe der beiden Ritterfiguren sind beschrieben. Natürlich gehört auch eine Gespenstergeschichte zu einer Burgruine. Damit nicht nur von Rittern, sondern auch von sanften Burgfräuleins die Rede ist, lest die Geschichte der Hilla von Waldkirch und dem Fischer von der Elz. Ritter haben natürlich auch Durst und Hunger. Die Rezepte aus dem Buch haben beide Autorinnen von jungen Rittern und Burgfräuleins übernommen, nachgekocht. gegessen und aufgeschrieben. Erhältlich ist das Buch im Buchhandel, beim Verlag Q-Quadrat und im Elztalmuseum Waldkirch. Von edlen Rittern... das Leben auf der Ritterburg Ein museumspädagogisches Angebot des Elztalmuseums Waldkirch Schritt für Schritt Wissen sammeln, Antworten suchen, Wissenschätze finden und speichern. Dafür braucht man Zeit und Geduld: Zum Nachsinnen, Wiederholen und Verknüpfen des Erlernten. Dieses spezielle Angebot richtet sich in erster Linie an Kinder und Jugendliche, sicherlich haben aber auch alle anderen Altersstufen viel Spaß beim Erleben, Begreifen und Lernen von Geschichte. Deshalb das spannende Angebot des „Waldkircher Historix Club“: 1. Das Leben auf der Ritterburg -Die Herren von der Kaselburg: Führung durch die stadtgeschichtliche Abteilung bringt den Alltag der Burgbewohner näher. 2. Anschließend im Studio des Museums: Jeder kann selbst Helm, Kopfputz und Schild fertigen und ein eigenes Wappen entfernen. 3. Projekttag: Führung auf dem Ritterweg zur Kastelburg Geführte Begehung des Weges hinauf zur Kastelburg mit spannenden Gechichen als Start in den Projekttag. 4. Spannendes Ritterzeit-Wissensturnier Kniffliger Test zur Ritterzeit und Ernennungszeremonie mit echtem Ritterschwert und Ernnennungsurkunde zum Ritter oder Burgfräulein mit Namensfindung |