150 Firmen als Teilnahmeziel gesetzt
Projektteam “Lebensqualität durch Nähe” bereitet großes Gewerbefest vor / Verwaltungsausschuss sagt Ja zu Zuschuss der Stadt Von Eberhard Weiß und Sylvia Timm WALDKIRCH. “Lebensqualität durch Nähe” (LQN) soll in Waldkirch, einer der zehn baden-württembergischen Modellkommunen” , auch weiterhin ständiges Thema sein. Dem neuen Projekt “Waldkirch. Unternehmen zwischen Innovation und Tradition” stimmten alle Fraktionen in der jüngsten Gemeinderatssitzung zu. Am Mittwoch sagte der Verwaltungsausschuss außerdem Ja zu einem Zuschuss von 20 000 Euro. Ingrid Engelhart, die LQN-Projektleiterin, erinnerte in der Ratssitzung an den bisherigen Verlauf des bürgerschaftlichen Projektes. Der erste der drei Schwerpunkte, die man nacheinander angehen wollte, war das Thema Ernährung, das einen Höhepunkt in der “Tafel des Genusses” im September fand. Nun entstand die Idee, den zweiten Schwerpunkt “Innenstadt, Wirtschaft, Handel” anzugehen: “Lebensqualität, citta-slow und das Waldkircher Leitbild legen ein ganzheitliches Konzept einer Leistungsschau und eine inhaltliche Profilierung nahe” , fand das Kernteam und entschloss sich, ein Konzept zu entwickeln, das alle Unternehmen in Waldkirch einbindet und der Leitidee “Waldkirch. Unternehmen zwischen Innovation und Tradition” folgt. Dieses Motto will man in vielfältiger Weise entwickeln. Waldkirch soll “als Wirtschaftsstandort mit Lebensqualität in den Mittelpunkt” gerückt werden. Die Waldkircher Gewerbeschau vom 19. bis 21. Mai soll eine Plattform zur Präsentation der Unternehmen bieten, um damit die “vielfältig vorhandenen Leistungen und Angebote sichtbar zu machen” , die “regionalen Wirtschaftskreisläufe zu verstärken” und den “Zusammenhalt und die Gemeinschaft zu fördern” . Als Aussteller sollen alle Waldkircher Unternehmen mit regionaler und überregionaler Bedeutung fungieren, also sowohl Industrie als auch Handwerk, Gewerbe, Dienstleister, Gastronomie oder soziale Dienstleister. Angesichts der Vielzahl von Firmen in Waldkirch erscheint dem Vorbereitungsteam eine Teilnehmerzahl von 150 Firmen realistisch. Im Kernteam des Projektes arbeiten Jochen Becker, Meinrad Bumiller, Ingrid Engelhart, Jaqueline Messmer-Ehret, Martin Müller und Bernhart Steinhart. In der kommenden Woche soll in Waldkirch ein Verein gegründet werden, der sich der Vorbereitung des Festes widmet. Zentraler Ort wird der Marktplatz sein mit Bühne, großer Leinwand für Live-Übertragungen von den Unterzentren und mehreren Zelten. Weitere Schwerpunkte sollen bei der Firma Sick und dem davor liegenden Park, der Stadthalle, der Schlettstadtallee und in der Lange Straße, aber auch im KSW-Gelände liegen. Die verschiedenen Punkte will man durch einen Shuttle-Bus oder ähnliches verbinden. In der Vorbereitungsphase sollen verschiedene Vorträge, Workshops und Foren stattfinden, die eine Plattform zur Bewusstseinsbildung bieten. Der Verwaltungsausschuss stimmte am Mittwochabend für einen Zuschuss von 20 000 Euro für das Gewerbefest. Insgesamt rechnet das Vorbereitungsteam mit Kosten von rund 135 000 Euro, aufzubringen aus verschiedenen Quellen und vor allem mit dem großen Ziel, das Gewerbefest zu einem überregional bedeutsamen Ereignis zu machen, das sich auch langfristig wirtschaftsfördernd erweist. |