Volles Haus beim Britischen Abend KULTURWOCHE: Im „Hirschen“ WALDKIRCH. Mit einem Britischen Abend klinkte sich der Deutsch-Englische Kulturkreis (DEK) in die Waldkircher Kulturwoche ein. Dass so viele Besucher am Samstag in den „Hirschen“ kommen würden, überraschte selbst Insider freudig.
Schon zu Beginn stand Original-Musik im Vordergrund: Der Gutacher Bürgermeister Harald Schomas intonierte auf seiner Great Highland Bagpipe eine aus dem Jahr 1314 stammende Melodie „Scots Wha Hae“ und das in ebenso originaler Kleidung mit Schottenrock und Kilt. Dass solche akustischen und optischen Eindrücke ihre Wirkung nicht verfehlten, verstand sich von selbst. Bei der Begrüßung stellte Vorsitzende Vera Schomas ihre Mitarbeiter bei der Vorbereitung des Abends vor, unter ihnen auch die Vorsitzende des Musik- und Gesangvereins „Arion“, Annette Spengler. Dass Dudelsackblasen nicht nur eine musikalische, sondern auch eine körperliche Anstrengung bedeutet, kam bei der nächsten Darbietung von „Harold Mc Schomas“ deutlich zum Ausdruck! Unter der Leitung ihres Lehrers Ralf Nagel hatte eine Theaterprojektgruppe des Gymnasiums Waldkirch, eine muntere Schar von meist Mädchen, die in Schottland spielende „Hexenszene“ aus Shakespeares „Macbeth“ in englischer Sprache einstudiert. In englisch gab Ralf Nagel auch eine entsprechende Einführung in die Geschichte vom Königsmord. Die dann zu erlebende Szene ließ an der Tragik der Geschehnisse keinen Zweifel. Nach weiteren Dudelsack-Titeln war aus dem Mund von Mike Shaw eine mysteriöse Geschichte von Oscar Wilde zu hören. Die drei Teile der Geschichte waren eingebettet in Liedvorträge der „Arion-Singers“ unter der Leitung von Tracey Webb-Kolbinger. Dem Anlass entsprechend, blieben auch die Gesangsvorträge, am Piano von Hrönn Thrainsdottir begleitet, bei der englischen Sprache. So waren vornehmlich Gospels und Spirituals zu hören. Aber auch heitere Gesänge erfreuten das zahlreiche Publikum wie „Lollipop“, das durch Louis Armstrong bekannt gewordene Lied „What a wonderful world“. Die Beiträge sämtlicher Beteiligter fügten sich zu einer so schönen Einheit zusammen, zu der man sie und den Deutsch-Englischen Kulturkreis nur beglückwünschen darf. Wolfgang Meyer |