Franz Schüssele wandte sich nach dem Studium der klassischen Musik und Germanistik sowie der Tätigkeit in mehreren Jazz-Formationen der Volksmusik im alemannischen Sprachraum zu (Südbaden, Elsass, Schweiz, Vorarlberg) und gründete die Gruppe „Gälfiäßler“, die durch Rundfunk und Fernsehen bekannt und zu einem Markenzeichen für originale und originelle alemannische Volksmusik sowie für ausgefallene Instrumente wurde.1983 erlernte er autodidaktisch das Alphornspiel und komponierte in der Folgezeit eine große Anzahl von Stücken für Alphorn in unterschiedlichsten Besetzungen wie Alphorn und Orgel, Alphorn und Drehorgel, Alphorn und Dudelsack und Singende Säge. Außerdem veröffentlichte er zahlreiche CDs mit Alphornmusik und alemannischer Volksmusik sowie ein alemannisches Liederbuch. Besondere Beachtung fanden seine „Messe für Chor und Alphörner“, die bereits in fünf europäischen Ländern aufgeführt wurde wie auch sein Buch „Alphorn und Hirtenhorn in Europa“.
Franz Schüssele ist als Lehrbeauftragter für Posaune und Bläserkammermusik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg, freischaffender Musiker und Alphornsolist tätig und erhielt für seine Verdienste um die alemannische Volksmusik schon mehrere Preise. Alphörner erfreuen sich wachsender Beliebtheit. In unserer hochtechnisierten und komplexen Welt scheint dieses einfache Naturinstrument für viele Menschen Einfachheit und Natürlichkeit zu verkörpern. Das Alphorn kann als Prototyp der Blasinstrumente gelten. Sein Klang vereint die gewaltige Klangfülle eines Blechblasinstruments mit der Weichheit eines Holzblasinstruments.