Austellung "ENTFALTUNGEN" - Walter Wohlschlegel (1907 - 1999)
Wann | 22. Januar 2007 - 04. März 2007 Ort | GeorgScholzHaus , Waldkirch
Zusammen mit dem "Freundeskreis Walter Wohlschlegel" wird das Waldkircher GeorgScholzHaus Kunstforum vom 22. 1- bis 4.3. die erste von drei in der Regio geplanten Ausstellungen des bedeutenden südbadischen Malers präsentieren. "Ich male, also bin ich" sagte Wohlschlegel, der vor 100 Jahren in Tumringen bei Lörrach geboren wurde, in Abwandlung des bekannten Satzes des Philosophen Descartes von sich. Der eingefleischte Alemanne kam fast nicht aus dem Großraum Freiburg raus, nur unfreiwillig war er im II. Weltkrieg 4 Jahre in Griechenland im Spionagedienst tätig. Trotz dieser Unterbrechung machte der solide ausgebildete Maler fast alle künstlerischen Entwicklungen des letzten Jahrhunderts auf seine eigene Weise mit und hatte zahlreiche Ausstellung vor allem im badischen Raum.
Allerdings war er, als die Nazis ab 1933 die Karlsruher Kunstakademie zu säubern begannen, erst einmal als "Französling" abgestempelt, weil er sich auch an französischen Malern wie Cezanne orientierte. Eine lebensentscheidende Prägung erfuhr der im Markgräflerland aufgewachsene Maljüngling aus der Landschaft. In späteren Jahren und bis zu seinem Tode faszinierte ihn die Philosophie von Baruch de Spinoza, vor allem die Frage des "Eins-Seins mit der Natur".
Im Alter von 90 Jahren schrieb er den markanten Satz "Das größte Kunstwerk ist die Erde". Die Ausstellung widmet sich Wohlschlegels Studienzeit in Karlsruhe und seinen daraus folgenden künstlerischen Entwicklungen